Freitag, 2. September 2016

Blogger: Braucht man ein Media Kit?

Wenn man schon länger bloggt, kommt man eigentlich nicht mehr um ein Media Kit drum herum. Wer gerne und oft Kooperationen annimmt, der wird im Laufe der Zeit öfter nach einem professionellen Media Kit gefragt. 

Ein schneller Blick bei Frau Google erklärt auch was genau sich dahinter verbirgt: Ein Einblick in deinen Blog mit allen wichtigen Daten und Fakten. 

Das klingt doch eigentlich gar nicht so schwer, oder?

Dennoch lese ich immer wieder, dass es Blogger gibt denen es schwerfällt sich selbst an ein Media Kit heran zu wagen. Darum möchte ich Euch heute ein paar kleine aber feine Tipps zu diesem Thema geben. 

Ein kleiner Einblick in mein Media Kit. 
Brauche ich wirklich ein Media Kit?

Ein Media Kit braucht wirklich nur jemand, der es auf Kooperationen anlegt. Wer nur für sich selbst bloggt, der wird es wahrscheinlich eher selten nutzen. 

Was gehört in ein Media Kit?

Diese Frage treibt wohl die meisten in die Verzweiflung. Im Prinzip ist es ganz einfach und man kann wie so oft im Leben mit den 5-W-Fragen arbeiten:

Wer bloggt?

Stell dich selbst kurz vor. Die Firmen möchten schließlich wissen, mit wem sie da zusammen arbeiten würden. 

Wo findet man deinen Blog?

Dabei meine ich nicht nur die Blog Adresse sondern auch andere Soziale Medien. Bist du eher auf YT unterwegs oder arbeitest du mehr mit Instagram? Diese Fragen sollte ein Media Kit beantworten können. Die Zahlen deiner Sozialen Netzwerke sprechen dabei meist für sich, wenn jedoch gerade erst mit etwas neuem begonnen hast, dann erwähne das ruhig. 

Was genau verbirgt sich hinter deinem Blog?

Was sind deine Themen? Wer ist deine Zielgruppe?
Das ist besonders wichtig, denn natürlich passt nicht jede Firma zu jedem Blog - und umgekehrt. Hier ist auch eine Erfassung deiner Leser sinnvoll. Wer klickt überhaupt auf deinen Blog? Eher Frauen? Männer? Welches Alter haben sie?

Wie sieht eine Zusammenarbeit mit dir aus?

Geht es dir nur darum neue Produkte vorzustellen oder bietest du eher Produktplatzierungen an?

Warum sollte die Firma mit dir zusammenarbeiten?

Die wohl wichtigste und schwierigste Frage. Was macht deinen Blog anders? Warum bist du besser, als die vielen anderen Blogs? 
Ich gebe zu dieser Punkt macht mich auch immer etwas irre - aber ich denke, es ist am einfachsten wenn man ehrlich zu sich selbst und den Firmen ist. Bei mir ist es meist der vegane Lifestyle den ich hervorhebe oder auch meine alternative Körperbemalung. Das macht mich etwas anders (obwohl inzwischen eigentlich auch nicht mehr), und vielleicht bin genau darum eine gute Plattform für meine Wunschfirma. 

Wie macht man sich ein Media Kit?

Es gibt viele tolle Hilfen dazu im großen Internet. Man muss wirklich nicht viele Skills beherrschen um sich selbst ein bisschen darzustellen. Egal, ob Photoshop oder eine Vorlage aus dem Netz (wie z.B. diese, die ich auch ganz am Anfang genutzt habe). Nimm dir einfach ein Wochenende lang nichts anders vor und versuche dich, und deinen Blog auf das wichtigste herunter zu brechen. Ganz oben seht Ihr auch das Muster zu meinem kleinen Media Kit. 

Ist es sinnvoll ein Media Kit in mehreren Sprachen zu haben?

Da Englisch nun einmal eine Weltsprache ist würde ich pauschal einfach JA sagen, doch auch hier kommt es wie immer auf den Blog an. ich arbeite gerne mit Firmen aus den USA, Kannada oder England zusammen - da ist es natürlich selbst erklärend, dass auch mein Media Kit auf englisch ist. 

Für kleinere Blogger oder solche die sich nur auf den deutschen Markt stürzten wollen, ist das jedoch keine Pflicht. 

Wie oft muss ich mein Media Kit updaten? 

Ich versuche meine Zahlen immer möglichst aktuell zu halten, darum habe ich in meinem schlauen Kalender auch immer einen Tag am Ende des Monats für solche Kleinigkeiten. Hat man erst einmal ein Media Kit gebastelt ist auch auch halb so wild, dass ganze dann noch einmal anzupassen. 

Wo schicke ich das Media Kit hin?

Oftmals fragen die Firmen selbst danach, doch es kann natürlich auch sein, dass du selbst eine Kooperationsanfrage schreibst. Dabei sieht es immer gut aus, wenn du dein Media Kit anhängst. Auch Agenturen nehmen diese gerne aus und kommen ggf. später auf dich zurück. 

Auf wahlloses verbreiten deines Media Kits würde ich jedoch verzichten. Viele haben auch eine Extra Seite auf ihrem Blog eingerichtet. Das ist natürlich auch eine gute Option für potenzielle Kunden. Ich persönlich bevorzuge es jedoch mein Media Kit nicht für jeden öffentlich zu haben. Schlechte Kooperationsanfragen bekommen Blogger auch so schon mehr als genug …

Vermarkte dich gut, ohne dich zu verkaufen!

Ein Media Kit sollte eine Hilfe sein, dich und deinen Blog gut zu vermarkten. Ich persönlich halte es aber nicht für sinnvoll, für jede Firmen Anfrage etwas abzuändern um dieser dann besser zu entsprechen. 
Das Media Kit ist wie eine große Visitenkarte mit allen wichtigen Informationen.
Wie immer sollte gelten: Bleib du selbst und mach dich nicht davon abhängig ob du viele oder wenig Kooperationen bekommst. 



Ich hoffe diese wirklich kleine Zusammenfassung hat Euch einen Überblick gegeben. 

Was habt Ihr für Tipps und Tricks für einander?
Nutz Ihr ein Media Kit oder empfindet Ihr dieses vielleicht sogar als sinnlos?

Kommentare:

  1. Wow dein Muster Beispiel gefällt mir total gut.
    Dein Beitrag hat mir wirklich geholfen, ich werde es einfach mal ausprobieren.
    Schaden kann es ja nicht oder?

    Liebe Grüße
    Janina

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  2. Vielen Dank für den Beitrag :) Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Thema und er hat mir echt weitergeholfen. Vor allem mal zu sehen, wie sowas bei anderen läuft hilft ;)
    Lieben Dank und schöne Grüße, Kerstin

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    1. Es freut mich das zu lesen :)
      Dafür war es auch gedacht - man findet zwar viele Tipps und auch einige Möglichkeiten sich eins zu basteln, aber manchmal hat mir da einfach was gefehlt.
      Ich hoffe du schaffst es dein Media Kit so zu gestalten wie du es dir wünscht!

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