Montag, 5. September 2016

Rezi: Märchenwald -Ein Paul-Kalkbrenner-Thriller


Autor:  Martin Krist
Das Buch kannst du hier kaufen. 

Titel: Märchenwald

Verlag: Ullstein Verlag 

Geeignet für: Krimi Leser, Thriller Liebhaber

Preis: 14,99 Euro (Taschenbuch)

Bewertung: 2,5  von 5

*Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

Inhalt: 

Mitten in der Nacht wird Max von seiner Mutter geweckt. »Seid still«, sagt sie weinend, als sie den Zehnjährigen und seine vier Jahre alte Schwester Ellie in einen Wandschrank sperrt. »Geht zu Opa ...«, hören die Kinder sie noch flüstern, dann fliegt krachend die Haustür auf. Ihre Mutter schreit. Ellie weint. Um sie zu beruhigen, erzählt Max ihr die Geschichte vom Märchenwald. Während Max und Ellie auf dem Weg zu ihrem Großvater sind, erwacht auf dem Alexanderplatz eine junge Frau blutüberströmt und ohne Gedächtnis. Im Wedding stehen die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth vor dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Und der Märchenwald birgt nichts Gutes.

Meine Meinung: 

Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie unterschiedlich Bücher doch auf verschiedene Menschen wirken. Gerade erst las ich bei Anna, wie gut ihr das Buch gefiel: Mich konnte es jedoch nicht überzeugen.

Der Ermittler Paul Kalkbrenner ist inzwischen Kult und das auch durchaus mit recht. Er holt den Leser immer wieder ab und besticht durch Witz und Herz, doch das alleine reicht leider nicht um mich zu begeistern. Auch die Story ist an und für sich gut. Solide und Spannend, doch leider wird sie einem schnell madig gemacht. 

Es hageln immer wieder verschiedene Handlungsstränge auf den Leser ein und hinterlassen grobe Löcher in der Lesemotivation. Leider führen die Handlungsstränge auch nicht wirklich zusammen, so dass ich mich am Ende des Buches fragte, wozu diese überhaupt dienten …


Auch die Auflösung des Falles hat mir leider so gar nicht gefallen, darum ist dieser Band für mich leider der bisher schlechteste von Kalkbrenner. Ich hoffe darauf das die nächsten Bände mich wieder mehr für sich gewinnen können, aktuell kann ich für diesen jedoch keine Empfehlung aussprechen. 

Kommentare:

  1. Ich stimme dir zu - für mich war das Buch auch alles andere als gut.
    Gerade die Beschreibung der Kinder war fürchterlich.
    Und wer nimmt bitte wörter wie "Pimmel" und "Schniedel" in ein Buch auf?

    Grüße
    Janina

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  2. Hallo Janina,

    womit ich als Autor sehr gut leben kann: Kritik, insbesondere wenn sie konstruktiv vorgebracht wird. Wenn sie allerdings jeglicher Grundlage entbehrt, dann habe ich ein Problem damit. "Pimmel" und "Schniedel" zumindest tauchen an keiner Stelle in meinem Buch auf. Deshalb meine Frage: Hast Du das Buch überhaupt gelesen?

    Freundlichst

    Martin Krist

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  3. Erst einmal danke für die Kommentare!
    Besonders natürlich an Martin Krist - es ist immer schön zu sehen, wenn Autoren auch den kleinen Bloggern Beachtung schenken. Und das sogar, wenn die Rezension keine Bestnoten enthält.

    An die liebe Janina - ich kann mich an diese Worte so auch nicht erinnern. Verwechselst du da vielleicht etwas? Ich erinnere mich an eine Szene in der Max sehr nötig auf die Toilette muss und von "pullern" die Rede ist, jedoch nicht das seine Genitalien genauer benannt werden.

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  4. Hallo Justine,

    ich freue mich über jede Rezension, egal ob von großen oder kleinen Bloggern, ob schlechte oder gute Kritik. Kritik bringt mich als Autor immer weiter.

    Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass Janina das Buch gelesen hat. Oder sie verwechselt es mit einem anderen. Es ist richtig, Max spricht von "pullern", was insbesondere hier in Berlin ein sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen sehr geläufiger Begriff ist.

    Und selbst wenn ich "Pimmel" oder "Schniedel" verwendet hätte - was wäre, im entsprechenden Zusammenhang - so falsch daran? Es gibt nun mal Leute, die diese Wörter benutzen.

    LG Martin

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    1. Ich kann durch aus verstehen, dass Wörter dieser Art als störend empfunden werden - ich persönlich würde sie nicht kritisieren, weil gerade in diesem Zusammenhang die Gedanken und Gefühle eines Kindes beschrieben werden. Kinder denken eben nicht wie erwachsene und benutzten solche Wörter (einige Erwachsene natürlich auch, aber bei Kindern ist es natürlich vorrangig).
      Leider meldet sich Janina ja nicht mehr zu Wort :( Da werden wir wohl nicht weiter vordringen können um diese Diskussion voran zu treiben ... Schade eigentlich. Dir trotzdem noch einmal danke.

      Ich bin gespannt ob mich dein nächstes Buch wieder in Begeisterung versetzt.

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