Mittwoch, 30. November 2016

Meckermittwoch: Freundschaftsbande



Wer hätte gedacht das ein aktives Sozialleben so schwer sein kann?
Durch die Schule, die Arbeit und den Blog bleibt mir aktuell wenig Zeit für Freundschaften. Darum kann ich es auch verstehen, wenn einige, darunter auch meine beste Freundin, sich vernachlässigt fühlen. 
Ich bin auch eher schwierig was das Thema angeht, ich melde mich eher selten und man muss mir manchmal wirklich hinterherlaufen um mich zu sehen. Das tut mir auch immer wieder Leid, aber so richtig habe ich es eben einfach nicht auf dem Schirm. 
Das meine ich weder böse, noch finde ich darum die Menschen um mich herum doof. Ich bin eben ein Trottel, auch auf sozialer Ebene. Umso mehr schmerzt es mich, wenn es plötzlich heißt: 

„Du musst dich nicht verpflichtet fühlen, mich zu sehen.“
Es ist eher schwierig, jemanden zu erklären das genau ER oder SIE nicht zu den Personen zählen, bei denen das Soziale Pflichtgefühl greift, sondern der einfache Wunsch mal wieder zu Quatschen und etwas zu trinken. Mich überfordern solche Sätze dann meist noch mehr, als es soziale Interaktion ohnehin schon tut. 
Ich winde mich im Kreis, beteuere das es aber anders ist und stehe mit leeren Taschen da. Was kann ich dagegen tun?
Gerade wenn man die Schule nachholt hat man wenig Zeit und wenig Geld - besonders wenn die Finanzen schon vorher nicht gerade prall waren. Das macht die ganze Situation natürlich nicht leichter. Sachen wie Kino, in den Club gehen oder auf dem Weihnachtsmarkt sind eher schwer zu finanzieren. Man möchte sich ja auch nicht ständig von den Freunden aushalten lassen. Also sagt man solche Dinge schnell ab, denn es ist einem peinlich zu sagen: „Sorry, ich bin zu pleite dafür.“ 
Bei der Person gegenüber kommt da allerdings etwas anders an und wieder dreht sich der Kreis. 
Noch schlimmer wird es, wenn dazu noch Eifersucht kommt: „Für ihn/sie/die hattest du doch auch Zeit? Aber für mich nicht?“
Wenn man dann noch mehr in Erklärungsnot gerät und versucht zu verdeutlichen, dass es eben manchmal Zeitlich spontan einfach klappt und manchmal nicht, macht es die Sache leider auch nicht viel besser. 

Also wie schaffe ich es auszubrechen?

Ich habe wirklich keine Ahnung, denn offenbar ist der Schaden ja bereits angerichtet. Verunsichert, Verletzt und irgendwie bockig bleibe ich also zurück und grüble, wie ich den Mist den ich offenbar gebaut habe, wieder fixen kann. 
Freundschaften müssen gepflegt werden, dass ist mir bewusst. Nur ist die Umsetzung des Ganzen manchmal wesentlich komplizierter, als es den Anschein hat. 


Hat jemand einen Tipp?

Kommentare:

  1. Hab ich: Entspannung und weniger Egoismus. Vertrauen darauf, dass sich nichts ändert, wenn man sich nicht sieht oder am Tag 800 Nachrichten schreibt.
    Ich telefonierte am Montag 4h mit meiner, wir hatten uns seit Wochen nicht gehört, nur wenig geschrieben. Gesehen haben wir uns seit meinem Umzug nicht - das sind jetzt 2 Jahre. Das ist schade, wir vermissen uns sehr. Aber es änderz nichts an unseren Gefühlen füreinander und die Gewissheit, dass die Andere da ist. Komme, was wolle.

    Auch neuen Freundschaften kann man dieses Vertrauen entgegen bringen. Man muss es versuchen. Jeder hat seinen vollgepackten Alltag und das ist völlig in Ordnung. Denn Freundschaft ist mehr als das, was man sieht.

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  2. Vielleicht liegt es nicht daran, dass sie sich "vernachlässigt" fühlt. denk mal darüber nach. hast du vielleicht Sachen gesagt, die sie sehr verletzt hat, ohne dass sie es dir gezeigt hat? Eventuell hast du ihr gesagt, dass du mit deinen anderen Freunden, ohne sie, viel mehr Spaß hattest... Wer weiß das schon ;)

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    1. Gut möglich, doch auch dann kann man das klären.

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  3. Ich weiß nicht ob es für solchen Situationen ein Allheilmittel gibt - aber vielleicht ist es am einfachsten wenn man wirklich einfach offen sagt "Hey du, ich hab momentan wirklich wirklich viel um die Ohren und es tut mir echt leid wenn ich dich dadurch ein bisschen links liegen lasse" Dass dus nicht böse meinst oder absichtlich machst ist ja wohl hoffentlich logisch! Aber sonst fällt mir keine wirkliche Lösung ein außer der standarddoofeSatz "Der Stress wird irgendwann wieder weniger"

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  4. Hallo Justine, ich lese sonst eher still mit, aber hier muss ich mal den Mund auf machen ...
    Wie alt seid ihr bitte?
    Solche Probleme mit Freundschaften, sollten eher Teeny Mädels haben und keine gestandenen Frauen, die langsam auf die 30 zu gehen! Dein Post beschreibt eine ganz normale Situation, die im übrigen auch nicht viel besser wird wenn man an das Studium denkt. Die "Anonyme" Reaktion ist absolut kindisch und unreif dazu. Wenn man ein Problem hat, dann sollte man es auch ansprechen. Wer das mit ü20 noch immer nicht gelernt hat, wird irgendwann mal tatsachlich alleine dasitzen oder umringt von Menschen die er eigentlich nicht mag. Mein Rat an dich wäre tatsächlich, dass Ganze auf sich beruhen zu lassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du eine so grausame Freundin bist ;) Aber manchmal stellen Menschen Besitzansprüche an andere, auch wenn sie keinerlei Recht dazu haben.

    LG und mach einfach weiter so wie du bist!

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  5. Boa was für eine Zicke du als Freundin hast ...
    Der hätte ich den marsch geblasen ...
    jeder der dich auch nur vom lesen her kennt, weiß ziemlich gut wie du bist. Entweder sie sagt dir ins gesicht, dass sie keine lust mehr auf dich hat - oder sie soll es eben lassen. typischer narzist der die schuld auf dich abschieben will.

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