Freitag, 7. April 2017

Abi: Welcher Lerntyp bist Du?

Bei mir war es immer so: Ich musste nicht lernen. Alleine durch die Tatsache, dass ich im Unterricht saß, bekam ich genügend mit, um in der Realschule und auch in der Ausbildung durch alle erforderlichen Tests zu kommen. Jetzt im Abi hat sich das geändert. Vielleicht, weil ich schon so lange aus der Schule raus bin oder auch weil ich nicht *nur* die Schule habe, um die ich mich kümmern muss. Eigentlich ist es auch egal. Denn jeder lernt eben anders!

Grob gesagt gibt es ca. 4 unterschiedliche Lerntypen: 

Auditiver Lerntyp 

Im Klartext: Dir wird etwas erklärt, Du hörst zu und nicht nur hin, und kannst es behalten. In Fächern, in denen ich gut bin, (Deutsch, Philo, Sozi) klappt das bei mir auch ziemlich gut. Der Aufwand zum Lernen ist hier natürlich ziemlich gering. Ein paar YouTube-Videos und zack, sitzt der Stoff. Zuhören ist allerdings beim Lernen im Allgemeinen ein guter Rat, Frontalunterricht kann zwar je nach Thema recht eintönig sein, sorgt aber dafür, dass man zumindest genau weiß, welcher Stoff benötigt wird. 
Auch bei Fremdsprachen ist es natürlich hilfreich, öfter mal etwas in dieser Sprache zu hören. Wenn wir beim Thema Französisch angelangt sind, werde ich Euch dazu ein paar meiner Tipps zusammentragen. Es kann auch helfen einen Text nicht nur still vor sich hin zu lesen, sondern laut.
Am besten ist es, wenn man das auditive mit dem …

Visueller Lerntyp

… visuellen verbindet. Auch dabei helfen Videos ziemlich. Es fängt jedoch schon kleiner an. Wenn man zum Beispiel ein Tafelbild abschreibt oder sich selbst eine Übersicht zum Thema zeichnet. Natürlich ist das wieder mehr Aufwand, aber Bilder prägen sich bei vielen wesentlich besser ein als bloße Worte. Bücher lesen, Filme, Dokus schauen, dass alles kann, dazu beitragen, dass man Thema besser erfasst. Auch hier sind wieder Fächer wie Deutsch, Geschichte, Biologie oder Physik gefragt. Bei Mathe und der späteren Anwendung in Naturwissenschaften können die Filme und Co. zwar helfen, aber reichen meist nicht als Einzelnes aus. 
Beim Schreiben werden schlicht noch andere Hirnbereiche aktiviert und man kann sich das geschriebene besser merken.


Motorischer Lerntyp

Viele können mit der ganzen Vorbereitung nichts anfangen. Sie wollen lieber gleich Aufgaben machen und lernen quasi dadurch das Sie Fehler machen oder selbst auf die mögliche Lösung kommen. Natürlich hat das den Vorteil, dass man gelernte Dinge sofort umsetzt. Mathe ist zum Beispiel ein Fach, in dem es zwar gut ist, sich die Grundlagen in den Schädel zu hämmern, es aber nur etwas nützt, wenn man diese auch umsetzen kann. Was eine Abszisse ist, wird man wahrscheinlich nicht ausführlich erklären müssen, aber was man damit ablesen kann und warum das für die vorgegebene Aufgabe wichtig ist. Beim intensiven Lernen kommt man nicht drum herum, auch mal wirklich eine Aufgabe zu lösen. Nur so weiß man immerhin, wo noch Probleme sind und wie gewissen Aufgaben Typen überhaupt anzupacken sind.

Kommunikativer Lerntyp

In Mathe bringt es nicht so viel, in einer Gruppe zu diskutieren. In den Geisteswissenschaften jedoch schon. Gerade in Geschichte ist es hilfreich den dritten Anforderungsbereich - sprich den Bezug zur jetzigen Situation in der Gruppe zu klären. Manchmal prägen sich gewisse Dinge dadurch besser an. Das kann helfen wenn man z. B. das Krisen Management während der Kuba-Krise erklären und bewerten soll. Geht man nur nach der eigenen Meinung, kann man schell zu einseitig argumentieren. Aber auch kleinere Ding gehören dazu - wie zum Beispiel das schlichte Abfragen. 
Man verbindet quasi alle anderen Lernoptionen damit und prägt sich gleichzeitig an, wo man noch Probleme hat.

Und welcher Lerntyp bist du jetzt?

Im Internet gibt es eine ganze Reihe von hochunwissenschaftlichen Test, aber eigentlich müsste jeder selbst wissen, wie sich Dinge für ihn anfühlen. Je nach den eigenen Stärken lässt sich auch ableiten, wie man für dieses Fach lernen kann. Fällt Dir etwas leicht, wird es wahrscheinlich wirklich reichen, sich die Grundlagen und Fakten noch einmal genau anzusehen. Bei Fächern, die Dir schwerfallen, wirst Du mehr Zeit investieren müssen. Am besten probiert man schon einige Zeit vor den Prüfungen aus, was für einen selbst am besten ist. Das kann einem leider niemand abnehmen.

Welcher Lerntyp bist Du?


1 Kommentar:

  1. So war das bei mir auch immer. Ich hab nie viel gelernt zu Hause oder so, aber trotzdem bin ich ganz gut durchgekommen. Also wahrscheinlich bin ich eine Mischung aus auditiv und motorisch. Die Mathe-Abivorbereitung hat mir fast Spaß gemacht, Kurvendiskussionen waren für mich irgendwie wie Sudoku und hatten was beruhigendes. :D Aber stures Auswendiglernen ist überhaupt nicht mein Ding und ich war in den entsprechenden Fächern auch nicht besonders gut. Da stellt sich eh die Frage, was dieses sture Einhämmern von Informationen soll, die man eh gleich wieder vergisst und nie wieder braucht.^^

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