Mittwoch, 26. Juli 2017

Rezi: BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

Das Buch kannst Du hier kaufen!
Autor:  Mark Elsberg

Titel: BLACKOUT

Geeignet für: Langstreckenläufer, Dauerleser, Fachnerds, Menschen aus dem Elektronik Fachhandel oder Mitarbeiter bei Stromkonzernen 

Preis: 19,99 Euro (Hardcover)
           1 Audible Guthaben

Verlag: Blanvalet

Bewertung: 2 von 5


Inhalt:

Ist Fortschritt ein Rückschritt? - Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es bald nicht mehr. Der Countdown läuft ...

An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, zu den Behörden durchzudringen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, werden dubiose E-Mails auf seinem Computer gefunden. Selbst unter Verdacht wird Manzano eins klar: Ihr Gegner ist ebenso raffiniert wie gnadenlos. Unterdessen liegt Europa im Dunkeln, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben.

Von Bild der Wissenschaft zum spannendsten Wissensbuch des Jahres 2012 gekürt ― »Elsberg flicht vier Handlungsfäden zu einem atemberaubenden Spannungsstrang zusammen.«

Meine Meinung: 

Okay, ich geb´s ja zu: Dieses Buch landete deshalb auf meinem Handy weil es wirklich lang ist. Etwas mehr als 22 Stunden durfte ich dieser Geschichte lauschen - oder mit anderen Worten die Strecke von Rostock bis München und wieder zurück im Fernbus. 
Bei der Geschichte war ich erst etwas skeptisch, klingt ja erstmal nicht so dramatisch. Okay, Stromausfall. Allerdings wird einem beim lesen sehr schnell bewusst wieviele Dinge eigentlich an unserem unsichtbaren Freund und Helfer Strom hängen. Nicht nur, dass auch die beste Powerbank für´s Handy irgendwann leer ist, auch die Toilettenspülungen und Heizungen fallen aus. Der Technische Teil des Buches ist definitiv interessant. 
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die breite Masse sich mal damit beschäftigt hat wie unser Stromnetz in Europa eigentlich funktioniert. Der Einblick hinter die Kulissen und die wirklich gute Recherche des Autoren haben definitiv meine Achtung verdient, sobald ich zuhause war habe ich erstmal den Stromzähler gecheckt.
Leider ist auch dieses Buch nicht gerade eine Freude gewesen, auch wenn ich das Gefühl hatte mein Wissen dadurch zu erweitern. 
Technische Einzelheiten gab es auch bei den Charakteren, allerdings blieben diese so verkleidet wie die Stromzähler selbst. Die gesamte Story zog sich länger hin als ein ein Dauerlauf und ich musste beim Hörbuch wirklich aufpassen nicht einzunicken. Falls das doch passiert ist, habe ich nicht viel verpasst. Dank einiger Wiederholungen in den verschiedenen Strängen war ich immer auf dem neusten Zähler-Stand. 
Ebenfalls blöd, der Klappentext spoilert die ersten paar Lesestunden. Damit ist quasi sofort der Spannungs-Strom aus. Dieser stellt sich dann auch nicht wirklich ein, es plätschert dahin und ist dann irgendwann ohne den erwarteten Knall zu Ende. 
Schade, dass Thema bietet viel Potenzial. 
Bedauerlicherweise ist die Umsetzung wie ein alter 80er Jahre Film der Nachts auf Kabel1 läuft und dafür sorgt, dass man nach der Party seelig einschlummern kann. 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen