Donnerstag, 24. Mai 2018

Sabine Thiesler - Zeckenbiss


Name: Zeckenbiss

Autor: Sabine Thiesler

Verlag:  Heyne Verlag

Geeignet für: Vielleser, Thiesler Fans

Gelesen oder gehört: gelesen

Seiten:  544

Preis:  20,00 Euro (Hardcover)

Bewertung: 2 von 5 Punkten

Inhalt:

Die Großstadt, ein Moloch, Brutstätte des Verbrechens. Faruk lernt von Kindesbeinen an, dass man als Krimineller am besten fährt. Er ist Mehrfach- und Intensivtäter, kommt aber immer wieder mit geringen Strafen davon. Bis irgendwann etwas Schreckliches geschieht. 

Wenig später mordet ein Mann scheinbar wahllos, sucht sich komplett unterschiedliche Opfer. Und erst allmählich wird klar, dass er mit all seinen Taten einen grausamen Plan verfolgt …

Meine Meinung: 

Meine Güte!
Das Buch fing wirklich gut und spannend an. Ich hatte vorab schon einige negative Stimmen dazu gehört und mich gewundert, warum ...
Tja, jetzt weiß ich es. Es war die reinste Quälerei. 
Ständig wurde von einer Person zur anderen gesprungen. Die Polizisten benehmen sich wie zu große Kinder. Die Bösewichte wurden alle mit Klischees wie aus einem AfD Wahlprogramm überschüttet und ab Seite 50 hätte es gereicht nur noch alle zwei Seiten vorbei zuschauen. Die Dialoge klangen in meinen Ohren wie aus einem RTL Format. 
Wirklich, ich war nahe dran es abzubrechen und habe die Seiten eher überflogen, als dass ich wirklich gelesen habe. Für mich der letzte Thiesler. 
Ich komme mit ihrer Art von Geschichten, Protagonisten und Worten nicht klar. 

Samstag, 19. Mai 2018

J.R. Ward - Bourbon Kings


Name: Bourbon Kings

Autor: J.R. Ward

Verlag:  LYX Verlag

Geeignet für: Intrigen Liebhaber, Skandal Lover

Gelesen oder gehört: gelesen

Seiten:  528

Preis:  12,90 Euro (Taschenbuch)

Bewertung: 1 von 5 Punkten

Inhalt:

Eine mächtige Dynastie: skrupellose Machtspiele und verbotene Gefühle

Seit Generationen geben die Bradfords in Kentucky den Ton an. Der Handel mit Bourbon hat der Familiendynastie großen Reichtum und viel Anerkennung eingebracht. Doch hinter der glänzenden Fassade verbergen sich verbotene Liebschaften, skrupellose Machtspiele, Verrat, Intrigen und skandalöse Geheimnisse ...

Meine Meinung:

Puh, da habe ich ja mal so richtig daneben gelegen - oder besser gelesen. 
Dieses Buch ist in meinen Augen definitiv der Flop des Monats. Obwohl wir alle wissen, dass Ward gut schreiben kann, sind die Charaktere der Geschichte unglaublich stumpf. Dazu kommt eine Story die nicht nur an den Haaren herbei gezogen ist, sondern auch absolut vorhersehbar. Alle paar Seiten wird etwas angedeutet, dass das direkt passiert. 
Dazu kommt die Südstaaten Mentalität, die indirekt gegen Abtreibungen wettert und jede Frau die nicht ins Bild passt zur feindlichen Schlampe abstempelt. 
Nein, so macht es für mich keinen Spaß. Ebenfalls kritisch: Ich konnte zu keinen Mitglied der Familie auch nur eine winzige Bindung aufbauen. Jeder handelt völlig hirnverbrannt oder einfach gar nicht. Die Sexszenen erinnern auch eher an einen alten Kabel1 Porno den man vielleicht mit 14 noch aufregend fand. Für mich absolute Zeitverschwendung. Schade!
Eigentlich mag ich solche Geschichten um Intrigen, Mord und Sex. 



Montag, 14. Mai 2018

Ian Kershaw - Der Hitler-Mythos


Name: Der Hitler-Myth

Autor:    Ian Kershaw

Verlag:  Pantheon Verlag

Geeignet für: Besserwissen, Geschichtsnerds, AfD Wähler

Gelesen oder gehört: gelesen

Seiten:  432

Preis:  16,00 Euro (Taschenbuch)

Bewertung: 4 von 5 Punkten

*Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt, danke dafür!

Inhalt:

Wie die Deutschen Adolf Hitler verherrlichten

Adolf Hitler hatte eine breite Anhängerschaft quer durch alle Schichten der Bevölkerung. Auch viele, die sich selbst nicht als Nationalsozialisten betrachteten, waren von ihm fasziniert. Wie lässt sich diese Begeisterung erklären, die Millionen Deutsche erfasste? Ian Kershaw, einer der renommiertesten Historiker für Zeitgeschichte und vielfach ausgezeichneter Hitler-Biograph, legt die wichtigsten Fundamente des »Führerkults« frei und zeigt, welche Konsequenzen dieser für die Durchsetzung der ideologischen Ziele des Nationalsozialismus und den Völkermord an den Juden hatte. 

Meine Meinung:

Ich beschäftige mich immer mal wieder mit dem zweiten Weltkrieg. Von all den Gräueltaten der Menschheit, ist die Massenvernichtung der jüdischen Bevölkerung noch immer eine Besonderheit. Das liegt neben der unheimlich präzisen Planung auch an den Charakteren, die all dies ins Rollen gebracht haben.
Schon im Geschichtsunterricht wurde und wird immer wieder darüber diskutiert, wie es dazu kommen konnte, dass ein Mann wie Hitler nicht nur an die Macht kam, sondern auch die Herzen der Menschen gewann. Wie ist es möglich, dass jemand der so grausam und verbittert ist, eine ganze Masse an Menschen zum jubeln bringt?
Dieser Frage möchte das Buch "Führerkult" auf den Grund gehen. 
Sehr gut recherchiert und mit einigen Einblicken, die zwar nicht neu, aber immer noch spannend sind, berichtet Ian Kershaw über die Schrecken und Methodik von Hitler und seinen Gefolgsleuten. Besonders spannend empfand ich die Einblicke in die NS-Zeit und der langsame Aufbau des Führerkults. Das manipulierte Volksempfinden, sollte uns alle auch jetzt noch zum nachdenken anregen und uns eine Warnung für alles sein, was auch aktuell wieder in den Medien präsent ist. 

Mittwoch, 2. Mai 2018

Lawrence M. Krauss - Ein Universum aus Nichts


Name: Ein Universum aus Nichts

Autor:   Lawrence M. Krauss

Verlag:  Penguin Verlag

Geeignet für: Besserwissen, Sternegucker, Urknall Fans

Gelesen oder gehört: gelesen

Seiten:  256

Preis:  10,00 Euro (Taschenbuch)

Bewertung: 4 von 5 Punkten

*Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt, danke dafür!

Inhalt:

Warum es alles gibt und nicht nichts
Seit Jahrhunderten zerbrechen sich Menschen den Kopf, warum es die Erde, unser Sonnensystem, das Weltall gibt – doch die Antwort kommt aus der Physik: Lawrence Krauss nimmt uns mit auf eine Suche zum Ursprung des Universums, auf eine der größten Erkundungsreisen, die die Menschheit je unternommen hat. Anschaulich wie humorvoll erzählt er von den großen Fragen der Menschheit: Wie hat sich unsere Vorstellung vom Ursprung aller Dinge entwickelt? Weshalb wissen wir, was wir heute wissen? Und warum können wir davon ausgehen, dass es auch stimmt? Dabei kommt er zu dem Schluss, dass durchaus alles aus dem Nichts entstanden sein kann – und wahrscheinlich auch wieder im Nichts verschwindet …
Warum es alles gibt und nicht nichts
Eine spannende, verständliche und anschauliche Reise zum Ursprung aller Dinge
Der »New York Times«-Bestseller – für alle Leser von Richard Dawkins

Meine Meinung:

Ich wünsche mir wirklich oft, dass ich in den Naturwissenschaften etwas begabter wäre. Obwohl ich in der Schule Mathe, Chemie und ganz besonders Physik schrecklich fand, interessiert es mich trotzdem brennen wie unsere Welt entstanden ist und welche Theorien sich entwickeln. 
Da ich aber leider die wenigsten Abhandlungen zu diesem Thema wirklich verstehe, greife ich ganz gern zu popkulturellen Aufmachungen wie "Ein Universum aus dem Nichts.".
Für den interessierten Laien von heute, ist es auf jeden Fall ein gutes Buch. Gerade Leute die sich mit der Thematik noch gar nicht auseinander gesetzt haben, bietet dieses Buch einige Erkenntnisse. In insgesamt 11 Kapiteln wird die kosmische Detektivgeschichte erzählt und mit verschiedenen Abbildungen, Diagrammen und Bildern wird versucht auch für den unbegabten Leser alles greifbar darzustellen. 
Mir hat es durchaus gefallen, allerdings war fast nichts daran neu für mich. 
Die Empfehlung gilt also wirklich eher Leuten, die sich noch nicht so sehr damit befasst haben, es aber gern tun möchten. 

Dienstag, 1. Mai 2018

A. J. Finn - The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?


Name: The Woman in the Window

Autor:  A.J. Finn

Verlag:  Blanvalet Verlag

Geeignet für: Liebhaber alter Filme, Hitchcock Fans, Thriller Leser 

Gelesen oder gehört: gelesen

Seiten:  544 und 

Preis:  15,00 Euro (broschiert )

Bewertung: 4 von 5 Punkten


*Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt, danke dafür!

Inhalt:

Der internationale Bestseller: von 0 auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste und von 0 auf Platz 2 der Sunday Times-Bestsellerliste in England!
»Der fesselndste Thriller, den ich seit 'Gone Girl' gelesen habe. A.J. Finn ist ein kühner Debütautor – meisterhaft.« Tess Gerritsen

Anna Fox lebt allein. Ihr schönes großes Haus in New York wirkt leer. Trotzdem verlässt sie nach einem traumatischen Erlebnis ihre vier Wände nicht mehr. Anna verbringt ihre Tage damit, mit Fremden online zu chatten, zu viel zu trinken – und ihre Nachbarn durchs Fenster zu beobachten. Bis eines Tages die Russels ins Haus gegenüber einziehen – Vater, Mutter und Sohn. Bei dem Anblick vermisst Anna mehr denn je ihr früheres Leben, vor allem, als die neue Nachbarin sie besucht. Kurze Zeit später wird sie Zeugin eines brutalen Überfalls. Sie will helfen. Doch sie traut sich nach wie vor nicht, das Haus zu verlassen. Die Panik holt sie ein. Ihr wird schwarz vor Augen. Als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, will ihr niemand glauben. Angeblich ist nichts passiert ...


Meine Meinung:

Endlich mal wieder ein Challenge Buch das mich richtig begeistern konnte!
Einmal bin ich sogar eine Bahnstation zu weit gefahren, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Es ist wirklich lange her, seit ich so etwas hatte. Dabei war ich im Vorfeld gar nicht so sicher, ob "Woman in the Window" wirklich etwas für mich ist. 
Es ist ungewöhnlich, dass es zu einem Buch wie diesen Stimmen gibt, die behaupten es sei sehr langgezogen. Versteht mich nicht falsch, es ist mit Sicherheit nicht für jeden etwas. Allerdings ist "langgezogen" das völlig falsche Wort für dieses Buch. Die Spannung baut sich langsam auf. 
Es gibt nicht eine Drehung und Wendung nach der anderen. 
Man muss aufmerksam bleiben, die kleinen Puzzelstücke zusammen mit Anna suchen und richtig zusammen setzten - und erst dann kann man das Bild auch wirklich erkennen.
Anna ist eine sehr angenehme Protagonistin. Obwohl sie ziemlich viel Ballast mit sich herum schleppt (oder besser im Haus hin und her schiebt), ist der Leser eigentlich nie genervt von ihr. Sie ist viel mutiger, als ihr selbst es bewusst ist. Es war schön mal wieder eine starke Frau in der "Hauptrolle" zu sehen. Da die Nebenfiguren nur durch Annas Augen vorgestellt werden, blieben einige etwas blass. Gerade die Russels wirken auf den ersten Seiten etwas platt, wer jedoch weiter liest wird auch dahinter eine höhere Bedeutung erkennen. 
Dennoch muss ich gestehen, dass einiges trotzdem vorhersehbar war. Das Ende konnte mich jedoch wieder packen. 
Für mich also auf jeden Fall eine Thrillerempfehlung, für alle die mal wieder ein spannendes Buch ohne viele Achterbahndrehungen und Blutbäder wollen.