Donnerstag, 15. November 2018

Großes Drama, viel Blabla - Bis wir eins sind



Titel: Bis wir eins sind

Autor:  Jodi Ellen Malpas

Verlag:  MIRA Taschenbuch

Geeignet für: Das kann ich euch leider nicht sagen

Gelesen oder gehört: gelesen

Seiten:  400

Preis:  9,99 Euro (Taschenbuch)

Bewertung: 1 von 5 Punkten

*Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt! Danke dafür!

Inhalt: 

Ein Blick, eine Berührung, ein verzehrendes Feuer. Und er fühlt es auch. In Jacks Armen erlebe ich eine Nacht ohne Hemmungen, ohne Gedanken an den Morgen. Danach allerdings trennen sich unsere Wege. Doch wenig später steht Jack wieder vor mir, und sofort erwachen in mir all die sinnlichen Erinnerungen. Aber dann offenbart er mir etwas Schockierendes: Er ist verboten für mich. Dennoch können wir uns einfach nicht voneinander lösen, egal, wie falsch es ist. Kann es für unsere Liebe eine Zukunft geben?

Cover:

Das Cover ist mal wieder sehr schön und verspricht eine romantische, erotische Geschichte. Das hilft nur leider nichts, wenn das Buch trotzdem nicht gut ist. Sehr Schade. Im Regal sieht es wirklich toll aus, aber die Story sorgt dafür, dass es schnell wieder ausziehen muss. 

Meine Meinung:

Es gibt selten Bücher, die ich richtig schlimm finde. 
Meistens sind die Bücher zwar nicht sonderlich gut, aber dass ich so gar nichts nettes zusagen habe kommt wirklich nicht ständig vor. Ja, ich bin eine kritische Leserin - aber bitte: Warum wird in der letzten Zeit soviel Müll verlegt? Ist es wirklich das, was die Leute lesen wollen?
Gut, fangen wir an bevor ich vor Wut noch heule. 
Annie ist Architektin und hat so gar kein Interesse an einer dauerhaften Beziehung. Denn bisher hat immer das Kribbeln im Bauch gefehlt. Tja, dann kommt Jack daher und zack: Alles vergessen. Sie verfällt ihm sofort, obwohl er sie erst demütigt, dann ohne Kondom Sex mit ihr hat und dann auch verheiratet ist.

Ab hier folgen nun massive Spoiler.

Leute, echt jetzt?
Mein Problem ist nicht, dass die Beiden eine Affäre haben. Das sehe ich jeden Tag. Mein problem ist, dass mal wieder ein männlicher Protagonist daher kommt, der die Frau öffentlich demütigt, sie ihm aber trotzdem verfällt. Und dann noch die erste Sex Szene die irgendwo zwischen Bio Unterricht und Seifenoper landet. Natürlich ohne Kondom, obwohl beide es vorher noch ansprechen. Das hat verdammt noch mal nichts mit Vertrauen zu tun. Wenn man es schon so explizit anspricht sollte man auch weiter gehen. 
Da war ich schon das erste Mal auf 180 bei diesem Buch. 
Und dann wirds noch schlimmer. 
Jack ist der Bauleiter von Annies neuen Projekt. Soweit so gut. Sonst wären sie sich ja nie wieder begegnet. Kann ich noch durchgehen lassen. Das seine Frau als die psychopathische Schlampe dargestellt wird und er als das Opfer, das ja gar keine andere Wahl hat als sich eine Affäre zu suchen... Das geht gar nicht. Die Figur seiner Frau wird als DER Antichrist verkauft, damit man als Leser auch wirklich auf Annies Seite ist. Und dann ... 
Ich könnte echt kotzen, wenn ich nur daran denke ...
Dann kommen wir zum Finale. 
Er will seine Frau für Annie verlassen. 
Aber dann ist diese plötzlich schwanger. Da kann er natürlich nicht gehen, denn er muss ja für das Kind da sein. Logisch.
Blöd nur, dass sein sinnloses und ungeschütztes rumgevögle dafür sorgt, dass auch Annie schwanger ist. Schade Schokolade. Die Entscheidet sich dann für eine Abtreibung. Dein Körper, deine Regeln, Mädchen! Ich wäre sehr dafür gewesen. 
Blöd nur, dass Jack den Abtreibungstermin crasht. Immerhin geht es doch nicht, dass SEIN Kind abgetrieben wird. Annie lässt sich wieder um den Finger wickeln und am Ende wird dann wieder alles gut. 
Mal ganz davon abgesehen, dass sie eben noch immer mit Jack zusammen ist. Und nun sein Kind bekommt. Ach, ja. Schönes Happy End.
Der Mann und seine Bedürfnisse immer an erster Stelle und jede Frau die vor einem da war, ist der erklärte Feind. 
Möchte noch jemand kotzen?

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