Dienstag, 11. Dezember 2018

Neuer Fantasy Epos, oder doch nicht? - Die Krone der Dunkelheit


Titel: Die Krone der Dunkelheit

Autor:  Laura Kneidl 

Verlag:  Piper Verlag

Geeignet für: Fantasy Liebhaber, Fea Anhänger

Gelesen oder gehört: gelesen

Seiten:  256

Preis:  15,00 Euro (Taschenbuch)

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

*Dieses Buch wurde von mir selbst gekauft!

Inhalt: 

Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.
Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.  
Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird ...

Cover: 

Mir gefällt das Cover Wahnsinnig gut. Ich liebe es, wenn man einen "fühl" Effekt hat. Doch leider bin ich noch nicht so ganz sicher, ob ich es zur Geschichte passend finde. Ähnlich geht es mir mit dem Titel des Buches. Er ist schön, aber die Geschichte ist nicht annähernd so düster, wie ich erwartet habe. 

Meine Meinung: 

Ich hatte die große Ehre dieses Buch zusammen mit Ina zu lesen (hier gehts zu ihrem Blog). 
Es hat extrem viel Spaß gemacht, zusammen in diese Geschichte abzutauchen. Liebend gern würde ich jetzt wieder ein Loblied singen, doch es gibt ein paar Kritikpunkte, die ich einfach nennen muss!
Als erstes fiel mir der Einstieg in die Geschichte recht schwer. Das lag besonders an den vielen Perspektiven. Zum Glück gab es im Buch eine kleine Übersicht zu den Personen - sonst hätte ich am Anfang wahrscheinlich den Überblick verloren. 
Richtig gut gefallen hat mir die taffe Ceylan. Wie inzwischen die ganze Welt weiß, mag ich es wenn Frauen austeilen. Allerdings ist ihr Charakter im Buch an sich noch nicht sehr entwickelt, obwohl sie durchaus viel "Zeit" bekommen hat. Das ist etwas schade, denn nur drauf hauen reicht mir einfach nicht. Ähnlich ging es mir mit Prinzessin Freya - eigentlich, eine starke Frau. Doch so ganz kommt es nicht durch. Ob es an ihrem heißen Bodygard lag? 
Bei ihm kam mir allerdings wieder das typische "Ich bin tröftausend Jahre alt und verknalle mich in eine 19 Jährige"- Problem auf. Versteht mich nicht falsch. Ich mochte seine Rolle sehr gern, trotzdem war es teilweise etwas seltsam. 
Seltsam trifft auch auf eine Szene zu, in der unser Fea-Prinz Sex mit einer Prostituierten hat. Ich habe Fragen: 
1. Warum ist das für die Geschichte relevant?
2. Warum wird der Akt und die Gedanken der Dame, derartig negativ, ja fast schon dramatisch dargestellt? 
3. Und warum ist das ganze nach einem Absatz vorbei?
Ich hoffe, die Prostituierte taucht noch mal auf, denn ansonsten verstehe ich wirklich nicht, warum diese Szene im Buch gelandet ist. 
Sexueller Missbrauch wird auch in dieser Fantasy Story wieder thematisiert. Leider ist es auch hier wieder nicht genügend ausgearbeitet. Ich bin mir noch nicht sicher, warum die Protagonisten es erleiden mussten. Allerdings hoffe ich auch hier auf Band 2. 
Insgesamt kann ich durchaus sagen, dass mir das Buch gut bis sehr gut gefallen hat. Allerdings (und das ist mein größter Meckerpunkt), verstehe ich ebenfalls nicht, wieso die Auflösung des Plottwists derartig ... einfach war. 
Simple.
Fast schon plump. 
Dass kann Laura Kneidl eigentlich besser. Über die noch nicht vorhandene Charakterentwicklung kann ich bei einem ersten Band hinwegsehen, aber das Ende muss einfach sitzten. Und das tat es leider nicht. Damit schrammt das Buch leider an meinen Jahreshighlights vorbei. 
Meine Erwartungen für den zweiten Band sind groß, denn hier muss einiges nachgeholt werden ... 
Mein Liebling aus dieser Reihe, darf allerdings auch gerne mehr Raum zur Entwicklung bekommen.
#teamwaylin 

Habt Ihr das neuste Buch von Laura Kneidl schon gelesen?

Auf Inas Blog findet ihr natürlich ebenfalls eine Rezension! Schaut vorbei uns lasst etwas Liebe da: 

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