Dienstag, 14. Mai 2019

Mein Huren-Manifest: Inside Sex-Business


Titel: Mein Huren-Manifest

Autor:  Undine de Rivière

Verlag: Heyne

Geeignet für: Biografie Leser, Aufgeschlossene und Neugierige 

Gelesen oder gehört: gelesen

Seiten:  272

Preis:  14,99 Euro (Taschenbuch, broschiert)

Bewertung: 4 von 5 Punkten

*Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt! Danke dafür!

Inhalt: 

Über Prostituierte glaubt jeder Bescheid zu wissen: Huren verkaufen ihre Seele. Die meisten werden zum »Anschaffen« gezwungen. Mafiose Strukturen bestimmen das Geschäft.
Mit solchen und anderen Klischees räumt die Sexarbeiterin Undine de Rivière auf. Sie gibt einen unerwartet differenzierten Einblick in die Welt zwischen BDSM-Studio, Laufhaus und Gangbang-Party und lässt Kolleginnen, Freier, Betreiber und Experten zu Wort kommen – offen und ehrlich. Ein Insiderbericht, wie es hinter den Kulissen eines Wirtschaftszweigs zugeht, über den meist nur Halbwissen und Pauschalurteile verbreitet werden – ein starker Appell für die Entkriminalisierung einer umstrittenen Berufsgruppe.
»Die meisten Kolleginnen, die ich kennengelernt habe, sind selbstbewusste Frauen, die sehr genau wissen, was sie wollen.« Undine de Rivière

Cover: 

Es zeigt das, was ich sehen will: Eine selbstbewusste Frau, die ihr Leben selbst im Griff hat. 

Meine Meinung:

Man kann von Sexarbeit halten, was man will. 
Ich stehe bei dieser Thematik oft zwischen den Stühlen und bin nicht sicher, ob ich mich nun völlig der pro oder contra Seite hingeben will. Fakt ist: Prostitution ist ein Job, bei dem der Körper verkauft wird. Das kann weitreichende Folgen haben. 
In anderen Ländern wir der Verkauf von Frauen und Mädchen auf die Spitze getrieben - sie sind keine Menschen mehr, sondern nur noch Ware. Dennoch gibt es nicht nur Schattenseiten. 
Undine de Rivière zeigt deutlich auf, dass sie kein Opfer ist. 
Sie hat sich ihren Weg selbst ausgesucht, ist ihr eigener Boss und hat Spaß an ihrer Arbeit. 
Für sie und viele andere ist das Leben als Hure keine Qual, sondern eine Berufung. Menschen glücklich machen, kann eben über verschiedene Wege führen. 
In dem Buch erzählt die Frau jedoch nicht nur über ihre Erfahrungen, sondern auch über Einschnitte die Prostituierte durch die Einmischung des Staates erhalten. Verdrängung an die Rand gebiete und höhere Steuern.
Der Blick hinter die Kulissen war spannend und hat mich in vielen Punkten zum nachdenken gebracht. Für mich steht eines fest: Sexarbeit wird es immer geben. 

1 Kommentar:

  1. Ich finde solche "Insider"berichte immer spannend, weil das ein Thema ist, über das meistens entweder gar nicht oder nur von Außenstehenden berichtet wird.
    Ich sehe das so: Solange jemand es freiwillig macht, sollte niemand es verbieten und auf gar keinen Fall sollte jemand gezwungen werden. Am wichtigsten ist, dass die Person selbst die Entscheidungen treffen kann.

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