Donnerstag, 29. August 2019

#DearEvanHansenBuchtour - Familie und das kochende Blut


Im Rahmen dieser Blogtour möchte ich mit Euch über ein Thema reden, zu dem ich schon sehr lange nichts mehr gesagt habe: Familie. 

(Bitte fügt hier nun Oldschool Musik aus Horrorfilmen der 60er Jahre ein)

Zu gewinnen gibt es auch noch etwas, doch dafür müsst ihr dran bleiben.



Was bisher geschah ...

Meine Familie ist vorsichtig ausgedrückt etwas anders struckturiert als andere. Der Mann der seine Gene in meine Mutter gepumpt hat ist mir unbekannt. Viele fragen an dieser Stelle immer, ob ich ihn nicht einmal suchen will. Wenn ich ehrlich bin, denke ich da öfter drüber nach. Allerdings hat dieser Mann fast 30 Jahre nichts unternommen um seine Tochter zu finden. Einmal Google benutzen hätte gereicht um zumindest meine E-Mail Adresse vor sich zu haben. 
Also nein, mein Erzeuger muss nicht in meinem Leben sein damit ich mich vollständig fühle. 
Dann bleibt da noch die andere Hälfte, meine Mutter. 
Unser Verhältnis ist kompliziert.
Nein, nicht wie ein FB Beziehungsstatus sondern wirklich kompliziert. Darauf einzugehen würde nun wahrscheinlich Stunden kosten, daher reiße ich es nur an. Nach dem ich das Sorgerecht für eine meiner zwei (großartigen) Schwestern übernommen habe, hatten wir 3 Jahre gar keinen Kontakt. Inzwischen geht es wieder, doch eine fröhliche Familie wie man sie aus dem Bilderbuch oder der Waschmittelwerbung kennt habe ich nicht in meinem Leben. 

Doch wisst ihr was? Ich brauche sie auch nicht. 

Ist Blut wirklich dicker als Wasser?

Ein für mich völlig absurdes Phänomän ist die Tatsache das Blutsverwandschaft offenbar sämtliche Charakterschwächen ausgelichen soll. Spoiler: Tut sie nicht. 
Mit einem Arschloch will ich keinen Kontakt haben. Ob ich nun die Frucht seiner Lenden, die Cousine 3. Grades oder die Schwester bin. Natürlich ist es immer schwer sich aus toxischen Beziehungen zu lösen, denn man fühlt sich oftmals für Dinge verantwortlich für die man nichts kann. Verpflichtungen gibt es zu jeder Familie gratis dazu. 
Und wahrschienlich ist das einer der Gründe, warum Familienzeit für jemanden wie mich so wahnsinnig anstrengend ist. Ich bin sozialer Sellerie, am liebsten für mich allein und bewege mich nur für meinen Hund und tatsächlich spannende Menschen vor die Tür.
Das habe ich mir so ausgesucht und teilweise liebe ich mein Leben genau aus diesem Grund so sehr: 

Ich habe immer die Wahl. 
Ich kann immer Nein sagen. 
Auch zu meiner Familie.

Also nein, diesen ganzen "Blut ist dicker als Wasser" Quatsch glaube ich nicht eine Sekunde lang. Da denke ich doch eher, dass Freundschaften härter als Stahl sind. 
Ich suche mir die Menschen aus, die in mein Leben dürfen. Auch aus meiner Familie. 
Manchmal schwanke ich noch, lass mich von der Gesellschaft zu etwas verführen, dass mir mehr schadet als mir hilft. Aber im großen und ganzen kann ich sehr gut mit mir und den Verhältnissen die ich mitgeschaffen habe leben. 
Und wenn nicht, kann ich jederzeit gehen.

Was hat das jetzt mit der Blogtour zu tun?

Familien prägen uns. 
Diese Tatsache können wir weder leugnen, noch sie ignorieren. 
In "Dear Evan Hansen" wird sehr deutlich gezeigt, dass hinter der nettesten Fassade einer glücklichen Familie auch tiefe Abgründe schlummern. Familie wird oftmals von den Medien und der Gesellschaft zu einem Idealbild gemacht, dass nicht einmal einen Tag lang der Realität stand halten kann. 
Nicht jede Familie kann glücklich sein. 
Nicht alle Eltern schaffen es ihre Kinder bedingungslos zu lieben. 
Nicht alle Kinder sind gleich. 
Nicht immer ist die Familie an den inneren Dämonen schuld, aber oft werden sie gerade dort übersehen.

Wir suchen uns die Familie nicht aus, aber wir können entscheiden was für eine Bedeutung sie in unserem Leben hat.

Gewinnspiel

Während der Blogtur verlosen wir 3 Printexemplare! Was ihr dafür tun müsst? Beantwortet bei mir einfach folgende Frage: Bist du ein Familienmensch?
JEDER BEITRAG ENTHÄLT EINE INDIVIDUELLE FRAGE ZUM BEITRAG, DIE IN DEN KOMMENTAREN DES BEITRAGES BEANTWORTET WERDEN MUSS.
PRO SINNVOLL BEANTWORTETER FRAGE KOMMT FÜR DEN TEILNEHMER EIN LOS IN DEN LOSTOPF.
TEILNAHME AB 18 JAHREN ODER MIT EINWILLIGUNG DES /DER ERZIEHUNGSBERECHTIGTEN.
ES ZÄHLEN NUR DIE ANTWORTEN, DIE ALS KOMMENTAR UNTER DEN JEWEILIGEN BLOGBEITRÄGEN BIS ZUM SAMSTAG, 07.09.2019, 20:00 UHR ABGEGEBEN WERDEN. AUSGELOST WIRD AM SONNTAG, DEN 08.09.2019.
EINE BARAUSZAHLUNG UND DER RECHTSWEG SIND AUSGESCHLOSSEN.
DIE TEILNAHME IST GLEICHZEITIG DAS EINVERSTÄNDNIS, DASS DER NAME IM GEWINNFALL ÖFFENTLICH GENANNT WIRD UND DIE ADRESSE ZUM ZWECKE DES GEWINNVERSANDS AN DEN CBJ-VERLAG ÜBERMITTELT WERDEN DARF. DIE ADRESSE WIRD NUR ZU GEWINNSPIELZWECKEN GESPEICHERT UND NACH VERSAND DER GEWINNE GELÖSCHT.
DER VERSAND DER GEWINNE ERFOLGT INNERHALB DER EU UND IN DIE SCHWEIZ.
FÜR DEN VERLUST AUF DEM VERSANDWEG WIRD KEINE HAFTUNG ÜBERNOMMEN.
MEHRFACHBEWERBUNGEN DURCH VERSCHIEDENE VORNAMEN, NACHNAMEN, EMAILADRESSEN ODER EINEM PSEUDONYM SIND UNZULÄSSIG UND WERDEN BEI DER AUSLOSUNG AUSGESCHLOSSEN.
Hier findet ihr die weiteren Daten unserer Blogtour. Es lohnt sich bei jedem vorbeizuschauen!
Hier findet Ihr die anderen Teilnehmer:

Kommentare:

  1. Ich bin ein absoluter Familienmensch. Zwar treiben sie mich manchmal (okay, öfters) in den Wahnsinn, aber ich liebe sie trotdem.

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  2. Ich kann gar nicht so genau sagen, ob ich jetzt ein Familienmensch bin.

    Normalerweise wohne ich 300 km von meinen Eltern weg und sehe auch den Rest meiner Familie eher selten, aber wir telefonieren oft und wenn ich in der Heimat bin, freue ich mich immer, meine Eltern, Omas und Opa zu sehen. :)

    Wenn ich ihnen allerdings auf Dauer ausgesetzt wäre, würden sie mich vermutlich wahnsinnig machen, obwohl ich sie natürlich lieb habe. <3

    LG
    Anni

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    1. Oh das versteh ich gut! Ich finde Abstand auch ganz nett, dann freut man sich mehr wenn man sich doch sieht!

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  3. Hallo,

    also ich bin eigentlich kein Familienmensch, ich bin gerne alleine oder mit Freunden oder mit meiner Freundin. Aber wenn dann mal was mit der Familie ansteht bin ich natürlich auch froh darüber. Aber ununterbrochen bei der Familie zu sein ist mir etwas zu viel.

    Liebe Grüße

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  4. Guten Morgen!
    Ja, ich bin totaler Familienmensch, aber weil ich auch eine tolle Familie habe. Ich liebe meine Eltern und meine Schwester sehr und wir verstehen uns großartig. Man weiß einfach, dass man sich zu 100% aufeinander verlassen kann und das ist ein wundervolles Gefühl.
    Hab eine schöne Woche
    LG
    Yvonne

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  5. Ich bin eher kein Familienmensch. Es gibt zwar einen Teil meiner Familie, den ich wirklich mag und sehr schätze, aber mehr als 5 Besuche im Jahr (obwohl wir nicht mehr als 50 Kilometer auseinander wohnen) ist irgendwie nicht drin. Und bei anderen Teilen bin ich froh, sie nicht allzu oft zu sehen. Nur meinen Bruder sehe ich noch öfter, weil wir gemeinsam ins Kino gehen oder so was.

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