Freitag, 20. September 2019

Großartiger Thriller - Venus aus dem Sadwolf Verlag


Titel: Venus - Ich Name ist Stina

Autor: Sophie Nuglisch 

Verlag:  SadWolf Verlag

Geeignet für: Allesleser

Gelesen oder gehört: gelesen

Seiten:  312

Preis:  12,99 Euro (broschiert)

Bewertung: 4 von 5 Punkten

*Dieses Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. 
Danke dafür!


Inhalt: 

So funktioniert Liebe nicht. Wenn man jemanden liebt, tut man alles dafür, ihn nicht leiden zu lassen. Doch scheinbar hat der beängstigend berechnende und überaus intelligente Medizinstudent Leif eine andere Vorstellung von Zuneigung, als er die 19-jährige Stina auf ihrem Nachhauseweg abfängt und verschleppt. Gezeichnet durch eine Kindheit ohne elterliche Fürsorge ist er fest entschlossen, aus dem jungen Mädchen eine Person zu machen, die ihn irgendwann bedingungslos liebt und nicht mal im Traum darauf kommt, ihn zu verlassen. Fortan nennt er sie Venus, doch Stina merkt schnell, dass Leif nicht annähernd so abgebrüht und selbstbewusst ist, wie er sich gibt. Obwohl sie Tag für Tag Leifs Gewaltausbrüchen und Konditionierungsversuchen ausgesetzt ist, ist sie fest entschlossen, ihren Namen nicht zu vergessen. Ein Kampf um ihre Freiheit, ihren Körper und ihre Identität beginnt.

Stina ist stark, so stark. Kein Zweifel daran, dass sie es schaffen wird, Leif, ihrem Entführer, irgendwie zu entkommen, obwohl er ihr körperlich weitaus überlegen ist und alles bis ins kleinste Detail vorbereitet hat. Von der ersten Seite an taucht der Leser in die grausame Welt ein, in die Stina hineingezerrt wird und gegen die sie sich mit aller Macht zu wehren versucht. Nicht im Traum denkt sie daran, sich an die Regeln ihres Entführers zu halten. Doch obwohl Leif von Zeit zu Zeit eine verunsicherte, kindliche Seite zum Vorschein bringt, lässt er sich nicht davon abhalten, sein Ziel mit allen Mitteln durchzusetzen und ahndet jeden Fehltritt Stinas mit blanker, das Herz beim Lesen zum Stocken bringender Gewalt. Wenn er sie schlägt, zuckt man zusammen, wenn er sie berührt, überkommt einen die gleiche Übelkeit, die in Stina aufsteigt. Und doch kann man gar nicht anders, als bis zur letzten Zeile an sie zu glauben. Denn ihr Name ist Stina.

Cover: 

Es ist wunderschön. 
Und Leute, von innen sieht es auch einfach großartig aus. 
Ganz großes Lob! Hier sieht man, dass kleine Verlage sich meist mehr Mühe geben. 
Liebe. Pure Liebe. 

Meine Meinung: 

Als die Anfrage kam, ob ich Venus lesen möchte war ich skeptisch.
Die Story klang toll, doch nach all dem Stress zu meinen negativen Rezensionen wollte ich nicht voreilig sein. Nach der Leseprobe war mir jedoch schnell klar: Das muss ich lesen. 
Das Buch kam an, die Nacht kam, und das Buch war zuende. 
Meine einziger größerer Kritikpunkt ist der Anfang. Man wird sehr schnell in die Geschichte geworfen und erfährt weder viel über Stinas Leben bevor sie zum Opfer wurde, noch besonders viel über unseren Bösen. Dafür ist jede Minute in diesem Buch eine Achterbahnfahrt. Man kann einfach nicht raus, obwohl man versucht die Augen zusammen zu kneifen. Gewaltig, unheimlich, brutal und absolut genial. Das Ende hat meinen Kopf doppelt gefickt. 
Sorry, für die Wortwahl. 
Eine Empfehlung für alle, die mal wieder in die Abgründe eines Monsters blicken wollen.

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