Montag, 27. Juli 2020

Der Fall Alice im Wunderland und Die Oxford-Morde

Titel: 
 Der Fall Alice im Wunderland 
Die Oxford-Morde 

Autor: Guillermo Martínez

Verlag: Eichborn Verlag

Geeignet für: Sherlock Fans, Krimi Freunde

Gelesen oder gehört: gelesen

Seiten: 320, 

Preis:  je 16,00 Euro (broschiert)

Bewertung:  4 von 5 Punkten

*Dieses Buch wurde uns vom Verlag zur Verfügung gestellt! Lieben Dank dafür!

Inhalt:

Die ehrwürdige Oxforder Lewis-Carroll-Bruderschaft ist einer Sensation auf der Spur: Aus dem Tagebuch des weltberühmten Schöpfers von Alice im Wunderland ist eine bis dato verschollene Seite aufgetaucht, die Brisantes offenbart. Doch bevor die Bruderschaft den Fund veröffentlichen kann, geschehen mehrere Morde, die durch das literarische Universum von Lewis Carroll inspiriert zu sein scheinen. Auch in ihrem zweiten Fall müssen Logik-Professor Arthur Seldom und sein junger argentinischer Mathematik-Doktorand scharf kombinieren, um den rätselhaften Fall zu lösen.

Cover: 

Die Cover sind schlicht, aber gerade das mag ich. 
Außerdem passen sie toll zu den Geschichten.

Meine Meinung: 

Die Oxford Morde

Der Atmosphäre in dieser Geschichte ist absolut greifbar.  Die Welt der Oxford-Mathematiker ist überschaubar und wird durchaus mit einer gewissen ironischen Note beschrieben, die mich mehr als einmal zum schmunzeln gebracht hat. 
Ich hatte defintiv ein Sherlock Gefühl beim lesen und das obwohl die Polizeiarbeit doch eher am Rande stattfindet und der Fokus mehr auf den Protagonisten selbst liegt. Für mich war das jedoch gerade reizvoll.
Ein etwas  mysteriöse ältere Professor und sein noch junger Gehilfe, bilden ein zwar bekanntes aber eben immer wieder unterhaltsames Duo. 
Mathe, Morde und mysteriöse Geschehnisse. Ich habe es sehr geliebt, auch wenn ich mit dem Schreibstil erst einmal warm werden musste. Spannung gibt es auf jeden Fall, denn hier ist schließlich ein Killer unterwegs - allerdings ist es kein Thriller. Dementsprechend läuft alles etwas langsamer ab und es gibt auch am Ende keinen großen Knall. 

Der Fall Alice im Wunderland 

Der Logik-Professor Arthur Seldom und sein junger argentinischer Student ermitteln wieder. Und ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut, denn die Lewis-Carroll-Bruderschaft fiebert einer Offenbarung entgegen. 
Es geht also direkt spannend los. 
Natürlich geschieht ein Mord und so nimmt auch die zweite Geschichte aus der Feder dieses Autors seinen Lauf.  Ich fand es wahnsinnig spannend, wie viele Details aus dem Leben Carolls in die Geschichte verwoben wurden und wie sich dieses in das Gesamtbild des Falles eingefügt hat. Für mich stand dieser Teil dem ersten in nichts nach. Ich habe unser dynamisches Duo sehr ins Herz geschlossen und bin etwas traurig, die beiden so schnell nicht wieder zusehen. 




Freitag, 17. Juli 2020

Rezension - Die Leiche

Titel: 
 Die Leiche 

Autor: Stephen King

Verlag: Heyne Verlag

Geeignet für: King Fans, Gruselfreunde

Gelesen oder gehört: gelesen

Seiten: 256

Preis:  9,99 Euro (Taschenbuch)

Bewertung:  4 von 5 Punkten

*Dieses Buch wurde uns vom Verlag zur Verfügung gestellt! Lieben Dank dafür!

Inhalt:

»Liebe ist nicht, was diese Arschlöcher von Poeten einen glauben machen wollen. Die Liebe hat Zähne; sie beißen; die Wunden schließen sich nie.«

Die vier besten Freunde Gordon, Chris, Teddy und Vern aus Castle Rock hören von der Leiche eines gleichaltrigen Jungen, die in der Gegend an den Bahngleisen liegen soll. Sie wagen sich auf einer abenteuerlichen Suche tief in die Wälder Maines, wo sie bei Sonnenschein und Blitz und Donner mehr über die Liebe, den Tod und die eigene Sterblichkeit erfahren, als ihnen lieb ist.


Cover: 

Ich mag die Neuauflage des Covers total gern. Es geht in die gruselige Richtung ohne zuviel zu verraten. Große Liebe!

Meine Meinung: 

Den Erzählband »Frühling, Sommer, Herbst und Tod« habe ich vor Jahren mal gelesen, doch die Geschichte war nicht mehr präsent in meinem Kopf. Nachdem ich gerade wieder eine King-Phase habe, kam es mir also wie gerufen. 

Gerade der Schreibstil des Meisters kommt in dieser Novelle großartig zum Vorschein. In unserer fiktiven Kleinstadt Castle Rock beschließen vier Kids - ganz im Sinne von King natürlich Außenseiter -  eine 2-Tages-Wanderung in die Wälder zu unternehmen. Was sie dabei entdecken, ist viel mehr als nur eine Leiche. Wie so oft schafft King es auch hier, die Problematik des Erwachsen werdens, des Lebens und der Teeny Jahre zusammen mit einem guten Schuss Horror zu verknüpfen. Er gilt nicht umsonst als Meister, und gerade dieses Buch zeigt es nach meiner Meinung besonders gut. 

Tatsächlich ist meine einzige Kritik, dass es mir zu kurz war. Ich hätte an einigen Stellen einfach gern mehr gewusst. Auch wenn es nur eine Novelle ist und kein Roman.